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Tabas eine kleine Wüstenstadt mit ca. 35.000 Einwohnern liegt zwischen der Wüste Kaviar und der Wüste Lut. Wir haben der Stadt selbst keine große Aufmerksamkeit geschenkt mit Ausnahme des Golshan Garden. Er gehört zu den 50 schönsten Gärten weltweit und ist ca. 300 Jahre alt. Ein kurzer Besuch war uns der Garten natürlich wert. Wir waren etwas enttäuscht hatten wir doch eine umfangreiche Blütenpracht erwartet. Aber klar die Jahreszeit gab das natürlich nicht her. Eine schöne Überraschung gab es allerdings, eine reihe von freilaufenden Pelikanen und handzahm, ein nettes Fotomotiv.

Tabas, a small desert town with approximately 35,000 residents, is situated between the Kavir Desert and the Lut Desert. Except for the Golshan Garden, which is around 300 years old and ranks among the world's 50 most beautiful gardens, we didn't pay much attention to the city itself. A brief visit to the garden was certainly worthwhile, although we were slightly disappointed as we had expected an extensive display of flowers, which the season didn't permit. However, we were pleasantly surprised by a group of freely roaming pelicans, providing a delightful photo opportunity.
 

Wir verbrachten zwei Nächte ca. 15 km nördlich von Tabas und verbrachten einen Tag mit der Durchwanderung der Kai-e Jeni Schlucht und deren zahlreichen seitlich einlaufenden Canyons. Leider war das Licht in den engen Canyons zu keiner Tageszeit optimal. Nur wenige Meter am Ausgang zur großen Schlucht wurden von der Sonne bedacht. Die Durchwanderung der Schlucht war für meine alten Knochen recht anstrengend am Ende hat es aber Spaß gemacht. Zu Beginn schafften wir es immer wieder trockenen Fußes durch die Schlucht zu kommen aber schließlich hieß es Schuhe ausziehen und durch das Wasser waten. Am oberen Ende der Schlucht verlief ein kleiner seichter Wasserlauf mit seitlichem Schilfgewächs. Aber irgendwann kam das Ende, es gab kein Durchkommen mehr, das Schilf wurde zu dicht. Der Ausweg war ein ewig gewundener Canyon der serpendienartig nach oben aus der Schlucht führte. Jetzt hätten wir uns ein Bier verdient, aber…

We spent two nights about 15 km north of Tabas, dedicating a day to exploring the Kai-e Jeni Gorge and its numerous side canyons. Unfortunately, the lighting in the narrow canyons was suboptimal throughout the day, with only a few meters at the exit of the main gorge being touched by the sun. The trek through the gorge was challenging for my old bones, but it turned out to be enjoyable. Initially, we managed to traverse the gorge with dry feet, but eventually, we had to take off our shoes and wade through water.
 
At the upper end of the gorge, a small shallow watercourse with side reeds flowed. However, we reached a point where the reeds became too dense, and there was no way forward. The solution was an endlessly winding canyon that serpentined upward from the gorge. Now, a well-deserved beer would have been nice, but...
 

In der Schlucht gab es eine eigenartige ich nenn es mal Behausung. Eine Wohnstädte in ca. 10 Meter Höhe in den Stein gehauen. Interessant war der Zugang, er bestand aus einem ebenfalls in den Stein gehauene Öffnung ca. 4 Meter unterhalb der Behausung und von dort führte senkrecht nach oben ein Kamin gerade einmal Platz für eine Person nach oben zu steigen. Dabei waren Trittstufen in den Stein gehauen und zwar in der Gestalt, dass man sich immer um 90 Grad beim Aufsteigen drehen musste und dadurch der Aufstieg entsprechend vereinfacht wurde. Heute ist eine Stahlleiter installiert, ich kam mit meiner Kamera gerade noch nach oben. Für den ersten äußeren Aufstieg zu der besagten Öffnung gab es ebenfalls eine Stahlleiter. Der Sinn dieser Etagenwohnung bleibt uns ein Rätsel zumal dies weit und breit die Einzige war.

Ich habe sie schon im vorletzten Post beschrieben und die mich immer wieder in das Staunen versetzt, die Qanats die unteririschen Wasserleitungen und hier grenzten sie direkt an die Schlucht und holen sich vermutlich das Wasser aus dem Grundwasser des Flussbettes, 30 bis 40 Meter hoch so schätze ich, sind die Wände der Schlucht. 

Within the gorge, there was a peculiar dwelling, a residential structure carved about 10 meters high into the rock. The entrance was a hole also carved into the rock, approximately 4 meters below the dwelling. From there, a chimney led straight up, only allowing enough space for a person to ascend. Steps were carved into the rock in a way that required a 90-degree turn with each step, making the ascent easier. Today, a steel ladder is installed; I just managed to climb up with my camera. For the initial external ascent to the mentioned opening, there was also a steel ladder. The purpose of this multi-level dwelling remains a mystery, especially since it seems to be the only one around.
 
I described it in the penultimate post, but it never ceases to amaze me—the qanats, underground water conduits. Here, they directly bordered the gorge, presumably drawing water from the groundwater of the riverbed. I estimate the gorge walls to be 30 to 40 meters high.

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