Tabas eine kleine Wüstenstadt mit ca. 35.000 Einwohnern liegt zwischen der Wüste Kaviar und der Wüste Lut. Wir haben der Stadt selbst keine große Aufmerksamkeit geschenkt mit Ausnahme des Golshan Garden. Er gehört zu den 50 schönsten Gärten weltweit und ist ca. 300 Jahre alt. Ein kurzer Besuch war uns der Garten natürlich wert. Wir waren etwas enttäuscht hatten wir doch eine umfangreiche Blütenpracht erwartet. Aber klar die Jahreszeit gab das natürlich nicht her. Eine schöne Überraschung gab es allerdings, eine reihe von freilaufenden Pelikanen und handzahm, ein nettes Fotomotiv.
Wir verbrachten zwei Nächte ca. 15 km nördlich von Tabas und verbrachten einen Tag mit der Durchwanderung der Kai-e Jeni Schlucht und deren zahlreichen seitlich einlaufenden Canyons. Leider war das Licht in den engen Canyons zu keiner Tageszeit optimal. Nur wenige Meter am Ausgang zur großen Schlucht wurden von der Sonne bedacht. Die Durchwanderung der Schlucht war für meine alten Knochen recht anstrengend am Ende hat es aber Spaß gemacht. Zu Beginn schafften wir es immer wieder trockenen Fußes durch die Schlucht zu kommen aber schließlich hieß es Schuhe ausziehen und durch das Wasser waten. Am oberen Ende der Schlucht verlief ein kleiner seichter Wasserlauf mit seitlichem Schilfgewächs. Aber irgendwann kam das Ende, es gab kein Durchkommen mehr, das Schilf wurde zu dicht. Der Ausweg war ein ewig gewundener Canyon der serpendienartig nach oben aus der Schlucht führte. Jetzt hätten wir uns ein Bier verdient, aber…
In der Schlucht gab es eine eigenartige ich nenn es mal Behausung. Eine Wohnstädte in ca. 10 Meter Höhe in den Stein gehauen. Interessant war der Zugang, er bestand aus einem ebenfalls in den Stein gehauene Öffnung ca. 4 Meter unterhalb der Behausung und von dort führte senkrecht nach oben ein Kamin gerade einmal Platz für eine Person nach oben zu steigen. Dabei waren Trittstufen in den Stein gehauen und zwar in der Gestalt, dass man sich immer um 90 Grad beim Aufsteigen drehen musste und dadurch der Aufstieg entsprechend vereinfacht wurde. Heute ist eine Stahlleiter installiert, ich kam mit meiner Kamera gerade noch nach oben. Für den ersten äußeren Aufstieg zu der besagten Öffnung gab es ebenfalls eine Stahlleiter. Der Sinn dieser Etagenwohnung bleibt uns ein Rätsel zumal dies weit und breit die Einzige war.
Ich habe sie schon im vorletzten Post beschrieben und die mich immer wieder in das Staunen versetzt, die Qanats die unteririschen Wasserleitungen und hier grenzten sie direkt an die Schlucht und holen sich vermutlich das Wasser aus dem Grundwasser des Flussbettes, 30 bis 40 Meter hoch so schätze ich, sind die Wände der Schlucht.





































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