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Ich bin im Rückstand mit dem Schreiben, mittlerweile sind wir schon kurz vor dem Einstieg in die Wahiba Sands, einer Wüste im Norden des Omans.

 

Wir setzen unsere Reise fort in Richtung Salalah, der südlichsten Stadt des Omans. Auf dem Weg dorthin überqueren wir das kleine Dhofar Gebirge und besuchen dabei eine Weihrauch-Plantage. Es war mein fester Plan das Anbaugebiet der Weihrauchbäume, das sich entlang des Dhofar Gebirges erstreckt, zu besuchen. Wir trafen auf eine Plantage, die wir vorab recherchiert haben, mit großem Parkplatz und einer Menge Infoschildern zum Thema Weihrauch und dessen Anbau. Für mich erschien dies als eine Plantage, die speziell für Touristen gepflegt wird. Ich konnte nirgendwo erfahren wo denn die großen Plantagen zu finden sind, die einen Teil des weltweiten Bedarfes decken sollen. Heute, so vermute ich, kommt der Weihrauch aus Indien oder Pakistan oder sonst wo her. Aufgefallen ist mir dies im sog. Weihrauch Souk in Salalah. Ein ganz deutlich, ausschließlich für Touristen aufgebauter Markt in dem die unterschiedlich modifizierten Weihrauchsorten angeboten werden. Fragt man etwas penetranter nach, so erfährt man die oben erwähnten Herkunftsländer der angebotenen Weihrauchsorten. Es gibt sogar Weihrauch, den man essen kann und der auch noch gesund sein soll. Hab ich probiert, schmeckt bescheiden und es dauert bis man das klebrige Zeug wieder aus den Zähnen bekommt. Anfangs wollte ich noch eine Tüte Weihrauch erstehen, hab es aber dann doch gelassen, zu stark ist der Geruch in meinem Kopf verankert und erinnert an eine von mir nicht sehr geschätzte Institution. Die Geschichte des Weihrauchs an sich ist aber hoch interessant und die damit entstandenen alten Handelswege.

 

Die Stadt Salalah war ein Anlaufpunkt zum Aufladen unseres Proviants und des Wassertanks, die Nacht verbrachten wir an dem berühmten Coconut Beach, an dem sich die sog. Overlander treffen und ihre Infos austauschen.

Wir verbrachten einige Tage an dem Fazayah Beach südlich von Salalah zum Ausruhen, wer Sandstrände mag sicherlich eine feine Sache, die Abfahrt zum Strand war allemal eine willkommene Abwechslung mit wunderschöner Aussicht auf den Küstenstreifen mit seinen steil abfallenden Felswänden.


Auf dem Weg zurück nach Salalah schwenkten wir zu einem steinigen und steilen Abstecher an die steilabfallende Felsküste, um ein dort gestrandetes Schiffswrack die Jernas zu fotografieren. Bei dieser Exkursion brach die rechte Gelenkeinheit, über die das Fahrerhaus des MANs hochgeklappt wird. Bei den Schweißarbeiten in Salalah stellte sich heraus, dass auch die linke Seite einen Riss hatte. Beide Seiten wurden von einem sehr talentierten Pakistani unter großem Aufwand sehr sauber geschweißt, vier Stunden Arbeit umgerechnet 70 Euro.

Es ging nun nordwärts und wir besuchten täglich ein kleines Highlight, mehrere wunderschöne Wadis mit Kamelen und sogar Kühen im Wasser stehend. An diesem Punkt muss ich erwähnen, dass ich noch nirgends in der arabischen Welt so viele Kamele gesehen habe wie in der Umgebung um Salalah und erstaunlicherweise auch kleine Herden von Kühen, die scheinbar unbeaufsichtigt immer wieder die Straßen kreuzten. Hans ließ mir über WA wissen, dass es sehr viele Kamelzüchter in dieser Gegend gibt. Wir trafen auf Affenbrotbäume, fotografierten Flamingos in der Pink Lagoon und immer wieder Strände für die Nacht.

Der letzte Anlaufpunkt bevor es wieder in die Wüste geht war Barr Al Hikman, dort wurde uns irgendwie über die berühmte Overlander-Info berichtet, es gibt dort möglicherweise Whalewatching mit dem Boot. Ein guter Grund für uns die 50 km erst ruppelige, wellblechartige, dann sandige und salzig matschige Piste auf uns zu nehmen. Die Strecke zog sich und wir erreichten erst kurz nach Einbruch der Dunkelheit den besagten Ort. Wir fanden auch das große Walfisch-Skelett, das wir von den Fotos kannten und waren uns sicher am richtigen Ort gelandet zu sein, waren wir auch. Doch wie sich am nächsten Morgen herausstellte: mit Whalewatching war da nix. Christian und Monika, die uns am Abend etwas später folgten, erreichten den Spot erst spät in der Nacht, mutig. Wir verbrachten zwei Tage an der Lagune mit ihren schneeweißen Sandstränden.

Und, Bilder so sagt man, sprechen mehr als tausend Worte.

Bummer in der Werkstatt

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